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Blackrock: 85 % als optimale Bitcoin-Allokation? Eine Analyse

Ein spannendes Paper von Blackrock-Mitarbeitern sorgt auf Twitter für Aufsehen. Es beschäftigt sich mit der optimalen Allokation von Bitcoin in einem Portfolio, das aus Aktien und Anleihen besteht. Rund 85 % Bitcoin im Portfolio werden von den Mitarbeitern empfohlen. Ein massiver Anteil, schließlich verwaltet der Finanzriese mehr als 8,6 Billionen Dollar. Eine einfache Hochrechnung zeigt: Ein Bitcoin wäre allein durch die Umsetzung dieser Empfehlung rund 3,5 Millionen Dollar wert!

Empfiehlt Blackrock seinen Anlegern tatsächlich so eine hohe Allokation von Bitcoin im Portfolio? Schließlich ist Blackrock CEO Larry Fink davon überzeugt, dass Bitcoin als internationales Asset andere Währungen überholen wird – einschließlich des US-Dollars. Wie realistisch ist es, dass Kunden diese Anlagestrategie umsetzen? Das erfährst du in diesem Artikel.

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Was am Bitcoin-Paper von Blackrock auffällt

Zuerst ist anzumerken, dass hier die Mitarbeiter von Blackrock sprechen, nicht Blackrock selbst. Am Anfang des Papers steht das eindeutig als Disclaimer. Die Autoren sind seniorige Angestellte, daher wird das Paper wohl intern besprochen worden sein. Zudem ist das Paper von Februar 2022. Schon über ein Jahr her. Es ist denkbar, dass dies eine Entscheidungshilfe war von Blackrock, sich um den Bitcoin-ETF zu in den USA zu bewerben. Allerdings könnte das schon längst im Preis von Bitcoin berücksichtigt sein. 

Das wissenschaftliche Paper untersucht zwei verschiedene Szenarien: die „Cumulative Prospect Theory“ und die „Power Utility Berechnung“. 

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Power Utility:

Stellt euch vor, es gibt einen Investor, der nur auf Wertzuwachs zu einem vertretbaren Risiko setzt. Das bedeutet, er ist bereit, auch riskantere Anlagen einzugehen, um höhere Gewinne zu erzielen und optimiert rein rational. Die Forscher haben die Kursdaten von Bitcoin von Juli 2010 bis Dezember 2021 analysiert und herausgefunden, dass für solch einen Investor eine Bitcoin-Allokation von 84,9 % optimal wäre. 

Tatsächlich haben die Forscher sogar festgestellt, dass für etwas noch mutigere Investoren eine gehebelte Position von über 100 % in Bitcoin möglich wäre. Das bedeutet, dass sie mehr Bitcoin kaufen könnten, als sie tatsächlich Geld haben, um so möglicherweise noch höhere Gewinne einzufahren. 

Cumulative Prospect Theory:

Nun schauen wir uns das zweite Szenario an. Hier wird näher am menschlichen Verhalten gearbeitet. Die Forscher berücksichtigen, dass Menschen Verluste stärker empfinden als Gewinne. Außerdem haben sie die Tendenz, sich an vergangenen hohen Preisen zu orientieren und diese als Referenzpunkt zu setzen.

In diesem Szenario empfehlen die Forscher für Investoren eine Bitcoin-Allokation von 3 bis 10 %. Je nachdem, wie wahrscheinlich sie denken, dass sich Bitcoin weiterhin durchsetzt. Das ist deutlich weniger als beim Power Utility-Szenario, aber es berücksichtigt die menschliche Psychologie und ist somit etwas realistischer. Es deckt sich auch mit meiner langfristigen Allokation in Bitcoin von 10 %. 

Fazit: 

Das Paper liefert interessante Ergebnisse und zeigt, dass es keine Einheitslösung für die optimale Bitcoin-Allokation gibt. Die Höhe der Allokation hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter das individuelle Risikoprofil des Investors und seine Einschätzung zur Zukunft von Bitcoin.

Jedoch sollten wir immer bedenken, dass menschliches Handeln sich nicht einfach in Formeln pressen lässt. Es gibt viele emotionale und psychologische Aspekte, die unser Handeln beeinflussen. Das war übrigens schon Ludwig von Mises in seinem Buch „Das menschliche Handeln“. Die Tatsache, dass ein Unternehmen wie Blackrock sich mit diesem Thema auseinandersetzt, unterstreicht die wachsende Bedeutung von Bitcoin im globalen Finanzmarkt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Zukunft von Bitcoin gestalten wird, und wie Investoren diese in ihre Portfolios integrieren werden. Bitcoin ist auf dem Weg zur breiteren Akzeptanz und Nutzung.


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Kommentare

2 Antworten zu „Blackrock: 85 % als optimale Bitcoin-Allokation? Eine Analyse“

  1. Avatar von Stefan

    Hi Eva,

    Danke für deinen Beitrag.
    Du schreibst: „Ein massiver Anteil, schließlich verwaltet der Finanzriese mehr als 8,6 Billionen Dollar. Eine einfache Hochrechnung zeigt: Ein Bitcoin wäre allein durch die Umsetzung dieser Empfehlung rund 3,5 Millionen Dollar wert!“

    Das ist ein Denkfehler, der mir auch die letzten 2 Jahre unterlaufen ist, bevor Niko Jilch zuletzt in einem Video erklärt hat, dass eine solche Rechnung nicht aufgeht. Preis entsteht immer „at the margin“, d.h. über die Einigung von Käufer und Verkäufer über die nächste Transaktion, unabhängig vom Transaktionsvolumen.

    Sagen wir es gibt 20 Mio Bitcoin zu $30,000 pro Stück, d.h. die Marktkapitalisierung beträgt 600 Mrd. USD. Jetzt kommt die FED und verkündet, dass sie 600 Mrd. USD in Bitcoin investieren will. Deiner Logik folgend würde die Marktkapitalisierung anschließend 1200 Mrd. USD betragen, und der Preis würde in dieser Zeit von $30,000 auf $60,000 steigen.

    Es gibt aber gar nicht genügend verkaufswillige Bitcoiner, die bereit wären, so viele Coins für max. $60,000 abzugeben, dass die FED 600 Mrd. USD investieren kann, d.h. der Preis würde sehr viel höher steigen, und das evtl. sogar schon vor der ersten FED-Transaktion, nur durch die Signalwirkung.

    Einfacher erklärt: An Tagen mit 10% Kurssprung werden ja nicht 10% aller Coins gehandelt.

    Viele Grüße
    Stefan

    1. Avatar von Eva Brauckmann

      Hi Stefan,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast absolut recht und deshalb ist der Kommentar hier eine richtige Bereicherung. So ähnlich war mir das auch klar, nur ist es mir zu kompliziert auszurechnen. Darum habe ich einfach nur multipliziert, mit der Gefahr hin, dass es irreleitend ist. Viele Grüße, Eva

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